Die Geschichte der Spielkarten reicht Tausende von Jahren zurück und ist eng mit der Entwicklung von Zivilisationen verbunden. Die frühesten bekannten Spielkarten stammen aus dem 9. Jahrhundert in China und waren ursprünglich Dominosteine, die sich später zu Kartenspielen entwickelten. Diese chinesischen Karten waren innovativ und zeigten bereits die Grundkonzepte von Kartenwerten und Kombinationen.
Im 10. Jahrhundert verbreiteten sich Spielkarten durch den Handel entlang der Seidenstraße nach dem Nahen Osten und später nach Europa. Die Europäer adaptierten die chinesischen Konzepte und entwickelten ihre eigenen Kartendesigns. Die ersten europäischen Spielkarten erschienen im 14. Jahrhundert in Italien und Spanien. Sie waren zunächst handgemalt und sehr teuer, weshalb sie nur der Adel und reiche Kaufleute besaßen.
Die vier Farben, die wir heute kennen – Herzen, Diamanten, Piken und Kreuze – entstanden in Frankreich im 15. Jahrhundert. Diese Symbole ersetzten die ursprünglichen europäischen Designs und wurden zum internationalen Standard. Mit der Erfindung des Druckverfahrens wurden Spielkarten erschwinglicher und verbreiteten sich schnell in der Bevölkerung.
Casino-Spiele wie wir sie kennen, entwickelten sich besonders in Europa während des 16. und 17. Jahrhunderts. Venedig und andere italienische Städte waren frühe Zentren des organisierten Glücksspiels. Das Kartenspiel Faro wurde besonders populär und gilt als Vorläufer moderner Casino-Spiele. Im 18. Jahrhundert entstanden die ersten regulierten Casinos in Europa, zunächst in der Schweiz und später in Frankreich.
Die Roulette, eines der berühmtesten Casino-Spiele, wurde im 17. Jahrhundert in Frankreich erfunden und kombinierte mathematische Prinzipien mit Spielmechaniken. Das Spiel wurde schnell zum Symbol des europäischen Casinos und verbreitete sich weltweit. Blackjack, ursprünglich ein französisches Spiel namens "Vingt-et-Un" (einundzwanzig), wurde im 18. Jahrhundert populär und ist heute eines der meistgespielten Kartenspiele in Casinos.